Da ich noch ein primäres Lymphödem habe gehe ich noch einmal wöchentlich zur manuellen Therapie. Meine Therapeutin regt mich auch dort immer wieder mit gezielten neuen Übungen für Bauch und Lymphe an.
Der folgende Beitrag soll nur einen Einblick in das Krankheitsbild PCO sein. Ich habe es speziell auf meinen Fall (Übergewicht) ausgearbeitet.
Beim PCO-Syndrom (polyzystisches Ovarialsyndrom) handelt es sich um eine Hormonstörung.
Die betroffenen Frauen leiden unter anderem an
- Verschiedene
Störungen des Eierstocks: Sie sind mit vielen kleinen Zysten
durchsetzt (polyzystische Ovarien), ein Zyklus erfolgt oft ohne
Eisprung, die Regelblutung ist unregelmäßig oder bleibt komplett
aus.
- PCO tritt als Folge von mehreren Störungen des Hormonhaushalts auf. Bei den Betroffenen werden zu viele männliche Geschlechtshormone produziert.
Symptome und Diagnose
PCOS äußert sich mit einer ganzen Reihe von Symptomen. Sie treten üblicherweise nicht alle gleichzeit auf, sondern sind in der Regel nur ein paar der Symptome, die bei einer Frau auftreten. Die typischen PCOS Symptome sind:
- weniger Menstruationen oder auch das vollständige Ausbleiben von Regelblutungen (Amenorrhoe)
- weniger häufiger Eisprung oder auch völlig ausbleibender Eisprung (Anovulation),(daraus folgend eine eingeschränkte bis nicht vorhandene Fruchtbarkeit der Frau)
- Übergewicht und Gewichtszunahme. Die Gewichtszunahme erfolgt oft um die Hüfte herum.
- Unerwünschter Haarwuchs an typisch männlichen Körperstellen, im Gesicht oder am Körper. Gleichzeitig auch eher dünner werdendes Kopfhaar.
- Hautunreinheiten, Akne oder auch Flecken und Pickel, insgesamt eine eher unreine, grobporige Haut.
- Eher schlechte Stimmung, Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen oder im Extremfall Depressionen.
- Die Patientin hat unregelmäßige Regelblutungen oder ihre Periode bleibt aus.
- Die Patientin hat einen erhöhten Spiegel männlicher Sexualhormone oder weist gewisse körperliche Veränderungen (z.B. verstärkte Körperbehaarung) auf, die auf einen Überschuss männlicher Hormone hindeuten.
- Die Eierstöcke sind vergrößert oder von vielen kleine Zysten umgeben.
So hängt PCO mit dem Zuckerstoffwechsel zusammen
Das Hormon Insulin spielt eine zentrale Rolle bei der Entstehung von PCO. Der Körper bildet Insulin, wenn viel Zucker im Blut ist, etwa nach dem Essen. Das Hormon regt die Körperzellen dazu an, Zucker aus dem Blut aufzunehmen.Die meisten Patientinnen, wie z.B ich, haben eine sogenannte Insulinresistenz: Die Zellen reagieren unempfindlich auf Insulin. Somit bleibt der Blutzuckerspiegel dauerhaft erhöht. Der Körper produziert dann immer mehr Insulin, um ihn zu senken.
Eine Insulinresistenz fördert zum einen Übergewicht und Diabetes. Zum anderen bringt ein dauerhaft erhöhter Insulinspiegel den Hormonhaushalt durcheinander.
Der Körper produziert dann zu viel männliche Hormone.
Der Überschuss männlicher Hormone macht sich in den für PCO typischen körperlichen Veränderungen bemerkbar (z.B. Akne, verstärkte Körperbehaarung und Gewichtszunahme am Bauch).
Die männlichen Hormone beeinträchtigen den Menstruationszyklus: Bei den meisten Patientinnen findet kein Eisprung statt. Auch die Periode bleibt aus oder tritt in ungewöhnlich großen oder unregelmäßigen Abständen auf
PCO lässt sich nicht heilen. Es gibt aber Möglichkeiten, die Beschwerden zu lindern. Welche Therapie für die Patientin geeignet ist, richtet sich vor allem danach, ob sie Kinder bekommen möchte oder nicht.
Viele Patientinnen sind übergewichtig und haben Stoffwechselstörungen wie Diabetes mellitus oder eine Vorstufe davon (Insulinresistenz).
Diese Frauen können ihren Hormonhaushalt positiv beeinflussen, indem sie ein gesundes Gewicht erlangen und Sport treiben.
Patientinnen mit Insulinresistenz bzw. Diabetes mellitus kann zudem der Wirkstoff Metformin helfen. Er senkt den Blutzuckerspiegel und regt den Eisprung und die Follikelbildung an. Metformin ist eigentlich ein Wirkstoff gegen Typ-2-Diabetes und in Deutschland nicht zur Therapie des PCO-Syndroms zugelassen. Der Arzt kann es dennoch verschreiben, wenn er die Patientin entsprechend aufklärt.
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